Saunadebatte geht weiter

Nachbericht aus dem Ausschuss für Schule, Sport und Kultur

In der Sitzung vom vergangenen Mittwoch standen für Bündnis 90/DIE GRÜNEN zwei zentrale Themen auf der Tagesordnung: Die Sauna und die Offene Ganztagsschule (OGS). 

Positives gibt es bezüglich der OGS zu vermelden: Ein einstimmiger Beschluss des Ausschusses sieht vor, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den OGS-Trägern die Bedarfe für das kommende Schuljahr ermittelt. Des Weiteren wird die Verwaltung einen Deckungsvorschlag für die Finanzierung der zusätzlich benötigten Plätze vorlegen. Zukünftig werden auch die OGS-Träger als Gäste mit Rederecht zu den Ausschusssitzungen eingeladen, in denen das Thema OGS auf der Agenda steht. „Wir freuen uns sehr über diesen einstimmigen Schritt zur Sicherung des OGS-Standortes Meckenheim. Die regelmäßige Einbindung der OGS-Träger als Gäste ermöglicht einen konstruktiven Dialog, der unerlässlich ist, um die OGS als eine bedeutende pädagogische Säule gemeinsam weiterzuentwickeln“, begrüßt Rebecca Stümper, Co-Fraktionsvorsitzende der Grünen und Ausschussmitglied, die Beschlüsse zur OGS. 

„Wir freuen uns über diesen Schritt zur Sicherung des OGS-Standortes Meckenheim.“

Rebecca Stümper, Co-Fraktionsvorsitzende

Auf Initiative der GRÜNEN hat die Verwaltung eine Berechnung eines kostendeckenden Eintrittspreises für die Sauna vorgelegt. „Unser Ziel ist es nicht, die Sauna aus Prinzip zu schließen, solange sie kein Defizit verursacht. Um dies zu überprüfen, müssen wir jedoch den tatsächlichen Preis kennen“, so die Mitteilung. Dieser wurde auf 82€ pro Einzelkarte festgelegt. Dem gegenüber stand ein Verwaltungsvorschlag, den Eintrittspreis auf 14€ pro Einzelkarte zu erhöhen, um das Defizit der Sauna zu reduzieren. Die SPD hatte zuvor den Antrag gestellt, die Sauna komplett zu schließen. 

In der Debatte betonte die CDU-Fraktion, dass die Schließung der Sauna zu einem Verlust an Lebensqualität für die Bürger führen würde. Stümper entgegnete: „Wir sehen die Lebensqualität der Menschen eingeschränkt, wenn Steuern und Gebühren ständig erhöht werden müssen. Es ist wichtig, die Proteste der letzten Wochen ernst zu nehmen, Prioritäten zu setzen und Defizite zu reduzieren, um zukünftige Steuererhöhungen zu vermeiden.“ Die CDU setzt wohl eher auf den Erhalt der Sauna als Priorität, während die Grünen ihre Priorität bei der Vermeidung zukünftiger Gebührenerhöhungen, insbesondere in den Bereichen KiTa und OGS, sehen. 

„Die Erhöhung der Sauna-Eintrittspreise ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Rebecca Stümper, Co-Fraktionsvorsitzende

Die Abstimmung über die verschiedenen Anträge ergab, dass die Sauna vorerst erhalten bleibt. Die AG Konsolidierung wird das Thema jedoch auf ihre Agenda setzen und im ersten Halbjahr 2024 darüber entscheiden. Zusätzlich wird der Eintrittspreis ab dem 1. Januar 2024 auf 14€ erhöht. Stümper kommentierte das Abstimmungsergebnis mit Bedauern: „Die jetzt beschlossene Erhöhung der Eintrittspreise ist aus unserer Sicht leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“ 

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