Ehrenamtskarte für Meckenheim

Schwarz-grüne Kooperation auch einig bei Stärkung des Themas Inklusion

Meckenheim. Meckenheim bekommt nach jahrelangen Diskussionen endlich die Ehrenamtskarte: In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Demografie, Integration und Inklusion stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig für ihre Einführung, bevor dann der Rat das letzte Wort hat. Inhaber können Vergünstigungen etwa in öffentlichen Einrichtungen wie Bädern sowie in Gastronomie und Einzelhandel erhalten – welche genau, soll die Stadtverwaltung nach dem endgültigen Beschluss ausloten.

CDU und Grüne hatten das Thema Ehrenamtskarte in ihren Kooperationsvertrag aufgenommen. „Sie ist eine Anerkennung für alle, die sich regelmäßig für andere einsetzen“, sagt die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Katja Kroeger. „Vieles wäre gar nicht möglich ohne ihr Engagement, gerade jetzt in der Coronakrise oder auch 2015, als es darum ging, viele geflüchtete Menschen zu betreuen.“

„Nachdem die Ehrenamtskarte sich bereits im Wahlkampf als ein wichtiges Thema für alle herauskristallisiert hatte, war es uns ein Anliegen, das Thema auch in der Kooperation mit einer hohen Priorität zu behandeln. Umso erfreulicher ist es aus grüner Sicht, dass der Vorschlag der Verwaltung nicht nur schnell vorliegt, sondern auch über die Rahmenvorgaben des Landes hinaus weitere Gruppen Ehrenamtlicher, wie beispielsweise Jugendliche ab 16, berücksichtigt. Das trägt sicher zu einer stärkeren Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements in Meckenheim bei“, ergänzt die Sprecherin der Grünen, Rebecca Stümper.

Daher sei es zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht sinnvoll – wie von der SPD-Fraktion beantragt – bei der Auswahl von Gewerbetreibenden, die Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigen anbieten, auf Nachhaltigkeit als Kriterium zu setzen. So würde man potenzielle Interessenten abschrecken und somit den Wert der Ehrenamtskarte mindern, sind sich die Kooperationspartner einig.

Ein weiteres wichtiges Thema für die schwarz-grüne Kooperation ist die Inklusion. Christdemokraten und Grüne schlugen vor, Elke Steckenstein vom Inklusionsforum zur nächsten Sitzung des Ausschusses einzuladen. Aus dem Forum ist inzwischen auch der Verein „Wir für Inklusion“ hervorgegangen, der im Frühling ein inklusives Café in der Hauptstraße eröffnen will.

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