Die Welt, die Jugend und die Moslems

Eine kleine Randnotiz vom Weltjugendtag: Die Moschee in Niederkassel nimmt Pilger auf, genauso wie die benachbarte evang. Pfarrgemeinde, mit der enge und freundliche Kontakte gepflegt werden. Diese Notiz wäre für Meckenheim vielleicht nicht erwähnenswert, wenn da nicht der arabische Kulturverein vor einiger Zeit eine alte Gastwirtschaft gegenüber der kath. Pfarrkirche gekauft hätte. Ein Gebets- und Versammlungshaus sollte dort entstehen, sehr zum Entsetzen mancher Anwohner und Kirchgänger. Da wurden Ängste vor Überfremdung wach, und es war die Rede von „verletzten religiösen Gefühlen“. Die Stadt versagte die Genehmigung mit dem Hinweis auf fehlende Parkplätze. Schon in der Vergangenheit wurde der Bau eines solchen Hauses an der Wormersdorfer Straße torpediert: Die Stadt beantragte flugs eine Veränderungssperre für das betreffende Areal, und alle Mitglieder des Bauauschusses stimmten dafür (außer den Grünen). Vieleicht kann die kleine Notiz aus Niederkassel ja zu ein wenig Nachdenklichkeit anregen. Was mag wohl ein Moslem davon halten, dass sein Gebet religiöse Gefühle verletzen soll! Schließlich glauben Christen und Moslems an den gleichen Gott. Und mit gutem Willen scheint eine gute Nachbarschaft ja durchaus möglich zu sein.

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