Pressemitteilung zur Kommunalwahl

Gerne im Grünen leben und arbeiten
„Gerne im Grünen leben und arbeiten“ ist der Leitgedanke der Stadt Meckenheim unter dem alle Parteien mit der Stadt Ziele bis 2018 vereinbart haben. „Diese Formulierung verdeutlicht genau den ökologisch-sozialen Weg, den wir uns für Meckenheim in den nächsten Jahren vorstellen.“, betont Martin Herwartz, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Meckenheim und Kandidat im Wahlbezirk 050. Welche Schwerpunkte man dabei in der kommenden Ratsperiode setzen möchte, hat der Ortsverband in seinem Wahlprogramm festgelegt, das z. Zt. an den Wahlständen verteilt wird.
„Dabei haben wir uns diesmal etwas Besonderes einfallen lassen.“, erklärt Anita Orti von Havranek, Fraktionsvorsitzende der Meckenheimer Grünen und Kreistagskandidatin: „Anstelle eines Wahlprogrammes in Heftform können sich die WählerInnen bei uns direkt die für sie interessanten Themen herauspicken.“ Auf handlichen DIN A5-Zetteln geht es u.a. um die Themen Sicherheit, Demografische Entwicklung, Kultur, Fahrrad, Jugend, Nahversorgung, Erneuerbare Energien und Stadtentwicklung.
Wie die Diskussion um das Ergebnis des Hauptstraßen-Wettbewerbes zeigt, ist Stadtentwicklung in Meckenheim weiter ein zentrales Thema. Dies betont auch Hendrik Alscher,Kandidat für den Wahlbezirk 070: „Nicht alle Felder auf diesem Gebiet wurden in den letzten Jahren einvernehmlich behandelt. Wir Grünen waren und sind immer bestrebt, sachgerecht und zukunftsweisend mitzugestalten.“ Dabei verweist er neben der Hauptstraße auf die Entwicklung auf dem Steinbüchel. Er hebt hervor: „Wir haben stark dazu beigetragen, dass es zur Ansiedlung eines Nahversorgers mit begrenzter Größe kam.“ Leitmotive grüner Politik seien die ganzheitliche Entwicklung und die Beachtung ökologischer Ziele.
Diese stehen auch hinter der Forderung nach Nutzung von Solarwärme für Warmwassergewinnung und Heizung städtischer Gebäude (z. B. Schulen). Zudem setzen sich die Grünen für die zeitnahe Erstellung eines Solarkatasters ein. „So kann jeder Hausbesitzer einfach und kostenlos ersehen, ob die Lage seines Hauses für die Installation von Solaranlagen geeignet ist.“, erklärt Lars Tausendfreund, der als amtierendes Ratsmitglied im Wahlkreis 150 kandidiert, das Konzept. Dazu müsse die Stadt Privathaushalten und Firmen beim Einsatz erneuerbarer Energien volle Unterstützung bei Finanzierung und Umsetzung gewähren.
Auch die Nahversorgung, gerade von Lüftelberg und Altendorf-Ersdorf, ist weiter ein „grünes“ Thema, betont Orti von Havranek, die im Wahlkreis 060 antritt: „Wir Grünen stehen für alternative Denkmodelle.“ Dabei sei man auf das innovative „Dorv-Konzept“ gestoßen. „Es koppelt den Aufbau eines Nahversorgers mit Dienstleistungen, wie z. B. einem Lieferservice und einer Sozial-Service-Station. So können vor allem ältere Menschen ohne Einschränkungen in ihrem Lebensumfeld bleiben. Der besondere Clou: Dorv wird genossenschaftlich fi-nanziert.“, erläutert Tobias Hasenberg, Kandidat für den Kreistag und im Wahlkreis 120. Die Durchführung einer Machbarkeitsstudie sei wünschenswert.
Um den Erfordernissen des demografischen Wandels zu entsprechen, steht neben der Einrich-tung eines Pflegestützpunktes als unabhängiges Angebot zur Beratung von Senioren, die Ge-währleistung der Barrierefreiheit für die Meckenheimer Grünen ganz oben auf der Agenda. „Hier sind die Wünsche der Menschen mit Handicap mit den Wünschen der Radfahrer im Einklang“, stellt Bernhard Hartmann, Ratskandidat im Wahlbezirk 100, fest. Die von ihm geforderte Absenkung der Bürgersteige und der Rückbau von Drängelgittern komme beiden Seiten zugute. Um Meckenheim auch in Zukunft das Signum „Fahrradfreundliche Stadt“ zu bewahren, sei es weitergehend notwendig, in enger Abstimmung mit dem ADFC, die gute Infrastruktur etwa durch Beschilderung der Fahrradwege im Kottenforst zu verbessern. Für die Grünen ist klar: Am Neuen Markt müssen Fußgänger und Radfahrer wie bisher gleichberechtigte, aber rücksichtsvolle Verkehrsteilnehmer bleiben. Schließlich prüfe man auch für die Hauptstraße das „Shared Space“-Konzept, das die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer ohne Straßenschilder vorsieht.
Neben den genannten Punkten fordern die Meckenheimer Grünen auf ihren Programmzetteln u. a. die Einstellung zusätzlicher Sozialarbeiter, auch im Grundschulbereich, die weitere Stärkung von Integrationsmaßnahmen wie Ruhrfeld City und den Ausbau der Sprachförderung in Kindergärten und Schulen. Den Meckenheimer Grünen ist klar, dass viele ihrer Forderungen zusätzliche finanzielle Mittel erfordern. Aber Orti von Havranek ist sich sicher: „Das sollte es wert sein! Nur so kann gemäß dem Leitziel die Lebensqualität nachhaltig weiter gesteigert werden.“

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