Kategorie-Archiv: Lokal

Alles was so in Meckenheim passiert

Die Welt, die Jugend und die Moslems

Eine kleine Randnotiz vom Weltjugendtag: Die Moschee in Niederkassel nimmt Pilger auf, genauso wie die benachbarte evang. Pfarrgemeinde, mit der enge und freundliche Kontakte gepflegt werden. Diese Notiz wäre für Meckenheim vielleicht nicht erwähnenswert, wenn da nicht der arabische Kulturverein vor einiger Zeit eine alte Gastwirtschaft gegenüber der kath. Pfarrkirche gekauft hätte. Ein Gebets- und Versammlungshaus sollte dort entstehen, sehr zum Entsetzen mancher Anwohner und Kirchgänger. Da wurden Ängste vor Überfremdung wach, und es war die Rede von „verletzten religiösen Gefühlen“. Die Stadt versagte die Genehmigung mit dem Hinweis auf fehlende Parkplätze. Schon in der Vergangenheit wurde der Bau eines solchen Hauses an der Wormersdorfer Straße torpediert: Die Stadt beantragte flugs eine Veränderungssperre für das betreffende Areal, und alle Mitglieder des Bauauschusses stimmten dafür (außer den Grünen). Vieleicht kann die kleine Notiz aus Niederkassel ja zu ein wenig Nachdenklichkeit anregen. Was mag wohl ein Moslem davon halten, dass sein Gebet religiöse Gefühle verletzen soll! Schließlich glauben Christen und Moslems an den gleichen Gott. Und mit gutem Willen scheint eine gute Nachbarschaft ja durchaus möglich zu sein.

Wir trauern um Manfred Neumann

Manfred Neumann ist Weihnachten 2005 verstorben.
Als guter Lehrer lag ihm das Wohlergehen seiner SchülerInnen und der nachfolgenden Generationen sehr am Herzen. Auch deshalb bedachte er das Schicksal dieser Welt über seine eigene Lebensspanne hinaus. Dies war ihm eine wichtige Triebfeder, sich auch politisch zu engagieren und seinen Teil beizutragen für eine Zukunft, in der alle leben können.
Manfred hat sich lange Jahre bei uns eingebracht mit seinen Vorstellungen und Ideen einer friedlichen, menschlichen und liebenswerten Welt, Stadt, Schule, Partei und Fraktion.
Danke, Manfred!

Sparen und Bürgerbeteiligung

Sie kennen das: Da fällt irgendwo eine politische Entscheidung, Sie ärgern sich und fühlen sich gleichzeitig hilflos. Dieses Gefühl der Hilflosigkeit hat in den letzten Jahrzehnten vermutlich zugenommen und belastet unsere Demokratie enorm. Die Grünen haben hier immer gegen gesteuert und manche Erfolge errungen. Wie mühsam eine solche Politik hin zu mehr Bürgerbeteilung ist, mussten auch die Grünen in Meckenheim erfahren: Die haben sich erfolgreiche Unternehmen zum Vorbild genommen und für die Stadt ein Modell entwickelt, nach dem Verbesserungsvorschläge von Bürgern prämiert werden können – bis jetzt erfolglos. Das wäre zu teuer (!), die vielen Vorschläge würden die Verwaltung überlasten und ähnliche Argumente wurden genannt.  Es ist schon erstaunlich,  wie wenig sich Politiker bewegen, obwohl der Stadt das Wasser längst bis zum Hals steht. Die Stadt als gemeinsames Projekt ihrer Einwohner – ein solcher Gedanke scheint manchen Ratsmitgliedern sehr fremd zu sein. Da schiebt man sich lieber gegenseitig die Schuld für die Schulden zu, als dass man die Bürger mit ins Boot holt. Es gibt noch viel zu tun für die Grünen – im Bund, im Land und in Meckenheim.