Kategorie-Archiv: Termine

Hier werden Rats-, Ausschuss- und Fraktionstermine hinterlegt

Tihange ganz nah – Risiko ohne Ende?

Plakat_Tihange

Grüne laden zu Diskussionsveranstaltung über Atomkraft am 28. Juni in Rheinbach

Atomare Strahlung kennt keine Grenzen: Nur 65 km Luftlinie von Aachen und 120 km entfernt von Meckenheim/Rheinbach liegt das belgische Atomkraftwerk Tihange. Es geriet zuletzt immer wieder mit Pannen und Problemen in die Schlagzeilen. Wie gefährlich ist die Situation – und wie gut ist NRW auf den Ernstfall vorbereitet? Hierzu laden die Ortsverbände Rheinbach und Meckenheim von Bündnis 90/Die Grünen am 28. Juni zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal (Himmeroder Hof) in Rheinbach. Sie steht unter dem Titel „Tihange ganz nah – Risiko ohne Ende?“ und ist offen für alle Interessierten. Der Eintritt ist frei.

Als Experten zu Gast sind der grüne Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer und der Landtagsabgeordnete Hans Christian Markert. Markert war früher Referatsleiter im nordrhein-westfälischen Umweltministerium und ist seit 2010 in der grünen Fraktion NRW Sprecher für Umwelt-, Verbraucher- und Antiatompolitik. Oliver Krischer ist stellvertretender Vorsitzender der grünen Bundestagsfraktion und Experte für Reaktorsicherheit.  Als solcher setzt er sich wesentlich für die Abschaltung von Tihange und des benachbarten Kernkraftwerks Doel ein. Beide Experten werden über die Risiken der beiden belgischen Meiler und anderer Reaktoren nah an den Grenzen, die möglichen Auswirkungen auf NRW und Maßnahmen des Katastrophenschutzes berichten. Dabei richtet sich der Blick auch auf die brisante Frage, wo in Deutschland Atommüll endgelagert werden kann.

Die belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel gaben in der letzten Zeit wiederholt Anlass zur Sorge. Zuletzt ging durch die Presse, dass womöglich fehlerhafter Stahl in den Kraftwerken verbaut wurde. Hinzu kommen tausende Risse in den Reaktordruckbehältern sowie mehrfache Störungen und Abschaltungen in den letzten Jahren. Trotzdem sind die beiden Meiler seit Ende 2015 wieder am Netz und die belgische Regierung scheint nicht gewillt, das zu ändern. Dagegen hat sich inzwischen breiter Widerstand der Nachbarländer formiert. Kommunen aus dem Grenzraum, darunter auch viele aus NRW, beteiligen sich an der Klage der Städteregion Aachen gegen den Betrieb von Tihange. Auch der Rat der Stadt Rheinbach unterstützte durch eine Resolution am 4.4.2016 die Klage.

Brauner Osten?

Bei einem Seminar in Dresden: Die Dozentin, aufgewachsen im Osten, macht ihre Sache sehr gut. Wir kommen ins Gespräch, und so lerne ich einen Lebenslauf kennen, der so im Westen Deutschlands nicht möglich gewesen wäre:

Die Mutter der Dozentin studiert in Moskau und lernt dort einen Studenten aus Nordkorea kennen und lieben. Als sie zurück in die DDR beordet wird, weigert sie sich. Sie ist schwanger, will unbedingt bei ihrem Freund bleiben, verschanzt sich und wird mit Gewalt zurück geholt. Auch ihr Freund wird zurück in die Heimat beordert und lernt seine Tochter nie kennen. Die spätere Dozentin wird also in der DDR geboren, die Mutter hofft lange auf eine Familienzusammenführung und spricht in den ersten Jahren mit ihrer kleinen Tochter nur russisch, damit die dann auch mit ihrem Vater reden kann.

Die Dozentin ist mit ihren halbasiatischen Gesichtszügen und ihrer zierlichen Figur eine angenehm attraktive Erscheinung, und mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit ist sie sicher eine Stütze der Gesellschaft. Aber dies schützt sie nicht vor Angriffen und Pöbeleien. Sie macht einen Selbstverteidigungskurs bei der Polizei in Düsseldorf und hört dort, sie solle die Dunkelheit meiden und in bedrohlichen Situationen laut werden, um so den Schutz der Öffentlichkeit herzustellen. Sie sagt, das mache sie doch schon, trotzdem schlägt ihr einfach jemand ins Gesicht, und niemand hilft. Die Antwort der Polizei: Tja, bei Ausländern nützt das nicht so…

Die Einschätzung der Dozentin: Im Osten gibt es mehr brutale Übergriffe, aber die allermeisten Menschen sind gegenüber fremdartig aussehenden Menschen durchaus freundlich und offen. Im Westen hat sie eher den Eindruck, dass die Bevölkerung zwar nach außen friedlicher ist, aber insgesamt doch mehr durchsetzt ist mit Ressentiments. Sie erzählt von einer Tagung mit hochrangigen deutschen und russischen Bankenvertretern, bei der sie als Dolmetscherin fungierte. Wegen ihres Aussehens und ihres fließenden Deutschs und Russischs wissen die Teilnehmer sie nicht so recht einzuordnen. Die Dozentin gibt deshalb am Anfang eine knappe Erklärung zu ihrer Person ab: „Mein Vater ist Nordkoreaner, aber ich bin deutsch.“ Kommentar des Geschäftsführers einer großen deutschen Bank: „Wie können Sie sagen, dass sie deutsch sind, sie sind doch nicht arisch!“ Die Dozentin ist sehr betroffen, aber ihre Rolle gestattet ihr keine Entgegnung, und es ist für die Bankerkollegen sicher auch kein einfacher Zeitpunkt für eine Intervention. Aber auch im Nachhinein habe keiner der Herren mit ihr über den Vorfall gesprochen.

Martin Herwartz

Freitag, 23.4.2010, ab 18 Uhr: Frühlingsfest im Herrenhaus Altendorf

Die Grünen in Meckenheim laden ihre Wähler, Sympathisanten und Kritiker ein zum Frühlingsfest. Es soll ein etwas anderes Fest werden, deshalb haben wir Maren und Christoph Pfeifer von der Bonner „Pathologie“ engagiert. Sie werden uns alle mit einem buntem Blumenstrauß an Texten und Gedichten zur grünen Jahreszeit unterhalten. Ob es nur in der Natur grünt oder auch in der Politik, darüber können wir anschließend gemütlich plauschen. Für Mittel gegen trockenen Hals ist jedenfalls gesorgt.
Den Ort haben wir übrigens bewusst gewählt: Die Grünen hatten bei den letzten Wahlen besonders viele Wähler in Altendorf und Ersdorf. Und gerade mit denen möchten wir natürlich gerne mehr ins Gespräch kommen.
Also: Ob aus Ersdorf, Meckenheim oder Paris: Sie sind herzlich eingeladen! Freuen Sie sich auf einen netten Abend.

Bürgermeister-Wahl

Zur Wahl stehen:

Reinhard Diefenbach, http://www.reinhard-diefenbach.de/

Michael Rienermann, http://michael-rienermann.de/index.html und

Bert Spilles, http://www.bert-spilles.de/main.php

Zum Vergleich der Kandidaten ist ein Blick auf www.emheim.de informativ (auf der Startseite Bürgermeisterwahl 2008 anklicken).

Die Grünen geben keine Empfehlung für einen bestimmten Kandidaten ab. Bitte informieren Sie sich, und bitte gehen Sie zur Wahl!

Immer wieder schön: „Rock für oos Pänz“

Bereits zum neunten Mal organisieren die Mittelahr-Grünen ihr „Rock für oos Pänz“ Festival, dieses Jahr am Samstag, den 16. Februar ab 20 Uhr, im Winzervereinssaal von Altenahr. Die dort auftretenden drei Bands aus der Region, werden wieder komplett auf ihre Gage verzichten. Die Einnahmen, im letzten Jahr auch dank spendierfreudiger Sponsoren immerhin 1000 €, sollen vollständig Kinderbetreuungseinrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Mit den Einnahmen aus „..für oos Pänz“ werden in diesem Jahr drei Gruppen zu gleichen Teilen bedacht. Dies sind „die Tafel“ der Caritas in Ahrweiler, die Regionale Schule in Altenahr soll bei Projekten zur Gewaltprävention unterstützt werden, und ein dritter Teil fliest in brasilianische Straßenkinderprojekte des „Menino“–Sängers Stefen Maria Glöckner aus Bad Neuenahr.

Für die Stimmung an diesem Abend sollen bewährte und neue Musiker sorgen. „Two Purple” treten zum wiederholten Male bei “…für oos Pänz” auf. „haNs“ aus Dernau stellt sich zum zweiten Mal in den Dienst der guten Sache. Gespannt sein darf man aber auch auf die Neulinge von „Roosters“, die einem breiten Publikum von diversen Junggesellenfesten her bekannt sein dürften..

„Wie hoch unser Spendenergebnis nach der kommenden Veranstaltung sein wird, hängt natürlich im Wesentlichen von der Besucherzahl ab, aber auch unsere großzügigen Sponsoren tragen Jahr für Jahr zu einem schönen Erfolg bei“, so Hennes Fuhrmann, Ortsverbandsvorsitzender der Altenahrer Grünen und einer der Organisatoren des Benefizkonzerts.

Das abwechslungsreiche Programm, der gute Zweck und der erschwingliche Eintritt von 9 € (Jugendliche die Hälfte) lassen auf ein gutes Gelingen hoffen.